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NECK-TONGUE-SYNDROM
Dieser
Kopfschmerz
tritt attackenartig einseitig hinterkopfbetont auf und ist von einer
unangenehmen
Hypästhesie
(= herabgesetzte
Empfindlichkeit) bzw. Taubheit und
Schmerzen im Bereich der gleichseitigen
Zunge
nhälfte begleitet. Betroffen
ist der Zungennerv Nervus (N.) lingualis, ein Nervenast des N. mandibularis (3.
Ast des N. Trigeminus). Dieser Nerv versorgt sensibel
(=
Berührung
s-,
Schmerz- u. Temperaturempfindung
betreffend) die vorderen beiden Drittel
der Zunge (für das hintere Drittel ist der Nervus glossopharyngeus
zuständig). Die Ursache des Neck-Tongue-Syndrom s ist nicht eindeutig geklärt, es wird eine Subluxation (= unvollständige Ausrenkung) des Atlanto-Axial- Gelenke s (= zwischen Schädel und Wirbelsäule gelegen) vermutet (Bogduk 1981). In der Literatur wird für das Neck-Tongue-Syndrom eine Schmerz auslösung durch plötzliches Drehen des Kopf es als diagnostisches Kriterium (= typisches Krankheitszeichen) angegeben. Hin und wieder sahen wir aber auch Patienten, bei denen diese Schmerzsensationen nach längerer Zwangshaltung des Kopfes auftraten (z.B. nach längerer Computerarbeit). Schmerztherapie beim Neck-Tongue-Syndrom:
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
beim
Neck-Tongue-Syndrom: Zur Schmerztherapie einer begleitenden Glossodynie (Zungenschmerz) eignet sich die wiederholte (möglichst engmaschige) Leitungsanästhesie des N. mandibularis durch die Incisura mandibulae (= Einbuchtung des Unterkiefer s nahe am Kiefergelenk) hindurch mit jeweils ca. 2-3 ml Bupivacain (0,5%). Als nächst höhere Therapiestufe können beim Neck-Tongue-Syndrom dann auch wiederholte Blockaden Ganglion stellatum (= Schaltstellen im unwillkürlichen Nervensystem im hinteren Rachen - bzw. seitlichen Halsbereich) durchgeführt werden. In aller Regel reicht es aber nicht aus, diese Behandlung, wie leider so oft üblich, nur 1-2 mal pro Woche durchzuführen, da selbst die lang wirkenden Lokalanästhetica (= örtliche Betäubungsmittel) nur ein paar Stunden anhalten. Wir führen eine solche Behandlung konsequent 2 bis 3 mal täglich, auch am Wochenende durch, was aber für auswärtige Patienten eigentlich nur stationär oder zumindest teilstationär möglich ist. Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken). Jetzt noch die gute Nachricht, auch für Schmerzpatienten Auf der Internetseite http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit, daß seit dem 1.4.07 alle gesetzlich krankenversicherte Personen jetzt einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation (damit auch auf eine Schmerzrehabilitation) haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen können. Auch daß für eine Rehabilitation bei Berufstätigen automatisch die Rentenversicherung zuständig ist, stimmt nach diesen Ausführungen so nicht (mehr).
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Aktualisiert:Neck-Tongue-Syndrom>08.03.2008</>
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